Der Klimawandel, die Pandemie und jüngst der Krieg in der Ukraine und damit verbundene Debatten um die Zukunft des Zivilschutzes fordern politische Entscheider*innen, Strukturen und Einheiten des Bevölkerungsschutzes, das Naturgefahrenmanagement und nicht zuletzt die Forschung in einer kaum dagewesenen Art und Weise sowie Geschwindigkeit heraus. Gleichzeitig verändert sich der gesellschaftliche Kontext beispielsweise durch den demographischen Wandel, die Globalisierung und die fortschreitende Digitalisierung radikal.

Angesichts dieser Entwicklungen sollen im Rahmen der Tagung folgende Fragen diskutiert werden:

  • In welchem Verhältnis stehen reale Veränderungen und veränderte Wahrnehmungen von Akteursgruppen bei diesen Entwicklungen?
  • Wie geht man im Naturgefahrenmanagement, im Bevölkerungsschutz sowie der Forschung mit diesen Veränderungen und Herausforderungen um?
  • Welche Rolle werden zukünftig „alte“, „neue“ oder „hybride“ Gefahren spielen?
  • Mit welchen Interaktionseffekten („compounding events“ usw.), Interdependenzen und systemischen Risiken muss gerechnet werden und was bedeutet dies für die Forschung und Praxis?
  • Inwieweit verändern sich die Rollen von Bevölkerungsschutz und Hilfsorganisationen im deutschsprachigen Raum?
  • Wie werden die Überlagerungen verschiedener Krisen und Katastrophen von unterschiedlichen sozialen Gruppen erlebt?

Ziel ist es dabei nicht unbedingt angesichts dieser fundamentalen Veränderungen einfache Antworten zu finden, sondern vielmehr Fragen aufzuwerfen, Diskussionen anzustoßen und in den Austausch zu kommen. Gegebenenfalls wird eine Veröffentlichung im Nachgang der Tagung angestrebt.

Es wird bis zum 23.06.2022 um Beiträge an alexander.fekete[at]th-koeln.de und/oder
daniel.lorenz[at]fu-berlin.de in Form von Abstracts gebeten, die sich mit einem oder mehreren der genannten Themen auseinandersetzen.

Es besteht die Möglichkeit, dass vortragende Nachwuchswissenschaftler*innen finanziell beim Besuch der Tagung durch das Katastrophennetz e.V. unterstützt werden. Hierzu bitten wir um  eine kurze Begründung im Rahmen der Einreichung eines Abstracts.

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